Zoll generiert erhebliche Einnahmen

Die Zollverwaltung nimmt jedes Jahr rund 130 Milliarden Euro für den Bund ein. Das entspricht rund 40 Prozent des Volumens des Bundeshaushalts. Haupteinnahmequelle sind die Verbrauchssteuern, zu denen u.a. die Tabaksteuer zählt. Der Zoll sei jedoch keineswegs eine reine Finanzbehörde, sondern habe eine große Aufgabenfülle. So setzten seine rund 39.000 Beschäftigten u.a. auch Einfuhrverbote durch, überwachten den Außenwirtschaftshandel und gingen gegen Schwarzarbeit vor. Aufgrund dessen sei der Zoll eine “moderne Bundesverwaltung mit enormer Dynamik”, wie der Präsident des Zollkriminalamtes, Norbert Drude, sagte.ZKA in enger Kooperation

Auf dem Berliner Zolltag von Behörden Spiegel und der GdP-Zoll berichtete der Direktionspräsident zudem, dass die bei den einzelnen Hauptzollämtern angesiedelten Kontrolleinheiten, deren Kräfte auf allen Verkehrswegen unterwegs seien, ein “weit verzweigtes Sicherheitsnetz” bildeten. Des Weiteren erläuterte Drude im Hinblick auf den Austausch zwischen Zoll und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS): “Der Austausch zwischen den Kontrolleinheiten und der Polizei läuft hervorragend.” Außerdem stellte Drude klar, dass das Zollkriminalamt, das funktional weiterhin eigenständig, organisatorisch jedoch inzwischen eine Direktion der Generalzolldirektion sei, Mitglied des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums sei und eng mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und dem Generalbundesanwalt kooperiere. Angesichts all dieser Zusammenarbeitsformen konstatierte Drude dann auch, obwohl der Zoll im Bereich des Anti-Terror-Kampfes keine originären Zuständigkeiten habe: “Wir sind Teil des Informationspools.”

Der Präsident des Zollkriminalamtes Norbert Drude berichtete, dass die Zollverwaltung jährlich rund 40 Prozent des Bundeshaushaltes einnehme. Foto: BS/Feldmann